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Frankreich in den Tropen — Rhum Agricole, kreolische Märkte und ein Vulkan, der eine Stadt begrub.
Martinique ist ein französisches Übersee-Département — Frankreich, allerdings mit Hibiskus, Rhum agricole und einem aktiven Vulkan. Die Währung ist der Euro, Französisch die Amtssprache, in den Supermärkten gibt es französischen Wein und Käse, und die Straßen- und Gesundheitsinfrastruktur entspricht EU-Standard. Der Charakter der Insel ist dreigeteilt: ein lebhafter Süden (Le Diamant, Les Anses-d'Arlet, Strandorte), das urbane Zentrum um Fort-de-France und der dramatische Norden, beherrscht vom Mount Pelée, der 1902 Saint-Pierre zerstörte.
Martinique hat den Rhum agricole erfunden (aus frischem Zuckerrohrsaft statt aus Melasse destilliert) und pflegt eine tief kreolische Esskultur unter einer französischen Patina. Für frankophone Reisende ist die Insel eine der einfacheren karibischen Destinationen, für rein englischsprachige Gäste außerhalb der Resortzonen eine der schwierigeren.
Kurzantwort
7-Tages-Budget (Mittelklasse)
$1,800
USD · ~$257/Tag
Beste Monate
Dezember–April
| Kategorie | Unterkunft | Verpflegung | Transport | Aktivitäten |
|---|---|---|---|---|
| Sparsam | $55–95 | $25–45 | $10–25 | $15–30 |
| Mittelklasse | $150–280 | $50–85 | $30–60 | $40–80 |
| Luxus | $400–900 | $120–220 | $60–120 | $80–200 |
Alle Preise in USD. Pro Person und Tag, sofern nicht anders angegeben.
Dezember–April
Trockenzeit, der „Carême”. Der Karneval fällt in den Februar. Von Juni bis November dauert die regenreiche „Hivernage”-Saison, mit Hurrikan-Höhepunkt im September und Oktober.
Hauptflughafen
FDF — Aimé Césaire International
Typische Direktflüge ab
Den Mount Pelée und die Ruinen von Saint-Pierre (das „Pompeji der Karibik”), Rhum agricole aus Destillerien wie Clément, Trois Rivières, Saint James und Neisson, die wilde Atlantikbucht Anse Couleuvre im Norden, die Märkte von Fort-de-France und die Tour des Yoles, die jährliche August-Regatta rund um die Insel. Auch die Négritude-Philosophie Aimé Césaires ist Teil des literarischen Erbes.
Für die meisten Reisenden ist ein Mietwagen (35 bis 60 US-Dollar pro Tag; Rechtsverkehr) die einzig praktikable Lösung. Es gibt Busse, doch außerhalb von Fort-de-France sind sie selten und unzuverlässig. Im Ballungsraum ergänzt der TCSP-Schnellbus das Angebot. Die Straßen haben EU-Niveau, die Beschilderung ist auf Französisch.
Mittleres Niveau. Günstiger als St. Barths oder die Britischen Jungferninseln, aber teurer als individuelle Inseln wie Dominica. Mittelklassereisen liegen bei 200 bis 350 US-Dollar pro Tag. Supermarktpreise entsprechen europäischem Niveau und sind moderat; französische Restaurants bewegen sich preislich auf Festland-Niveau. Mietwagen sind günstig.
Dezember bis April für die trockene Carême-Saison. Der Karneval im Februar gehört zu den besten der Karibik, mit Umzügen an jedem der vier Tage vor Aschermittwoch. Die regenreiche Hivernage-Zeit (Juni bis November) ist schwüler, im September und Oktober ist das Hurrikanrisiko am höchsten.
Sieben bis zehn Tage passen gut zur Insel — es gibt mehr zu sehen als auf den meisten Inseln der Kleinen Antillen. Plane drei Tage für Strände im Süden, zwei Tage im Norden für den Pelée und Saint-Pierre, einen Tag für Fort-de-France und ein bis zwei Tage für Rumdestillerien sowie die Atlantikküste.
Ja — als französisches Département gelten EU-Niveau bei Polizei und Infrastruktur. Häufigstes Ärgernis sind Diebstähle aus Mietwagen an Strandparkplätzen. Ansonsten genügt übliche Vorsicht. Die medizinische Versorgung entspricht französischem Standard und ist exzellent.
Für Rhum agricole (auf der Insel erfunden), den Mount Pelée, die Ruinen von Saint-Pierre, die kreolisch-französische Küche, Aimé Césaire und die Négritude sowie eine deutlich französische Färbung der karibischen Inselkultur. Joséphine de Beauharnais, Napoleons erste Frau, wurde hier geboren. Die Strände von Les Anses-d'Arlet sind das Postkartenmotiv des Südens.
Ja — mit hoher Wahrscheinlichkeit. Busse sind limitiert, viele der schönsten Strände und Rumdestillerien liegen in abgelegenen Ecken im Süden und Norden. Mietwagen sind günstig (35 bis 60 US-Dollar pro Tag), und die Straßen haben EU-Qualität. Es herrscht Rechtsverkehr, was Reisende aus den britisch geprägten Inseln gelegentlich überrascht.
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Von Maya Charles — Caribbean Travel Editor
Zuletzt aktualisiert: 8. April 2026